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Gerd Schönfelder – Entdecke deine Chancen!

Gerd Schönfelder, mehrfacher Goldmedaillengewinner im Paraolympic-Sport, spricht über die große Bedeutung an sich selbst zu glauben.

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Was ist das Größte, das Sie je in Ihrem Leben in Angriff genommen haben?
Meine Karriere als Sportler. Ich erinnere mich an den Moment, als ich mich dazu entschlossen habe. Das war nur fünf Monate nach meinem Unfall im Jahr 1989. Ich habe durch Zufall einen Zeitungsartikel über die Erfolge bei der WM in den des deutschen Para-Skiteams  gelesen. Dieser Gedanke dort einmal dabei sein zu können ließ mich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr los und schon ein Jahr später war ich das erste Mal dabei. Es folgten 20 unglaubliche Jahre mit vielen sportlichen Erfolgen und emotionalen Höhepunkten die mein Leben enorm bereichert haben.

Welchen Ratschlag würden Sie Personen geben, die ihr Leben auf positive Weise verändern wollen?
Glaubt stets an eure Ziele und lasst euch nicht von Rückschlägen unterkriegen.

16 paralympische Goldmedaillen sind eine phänomenale Leistung. Was war Ihr wichtigster Ansporn, um das realisieren zu können?
Alles dreht sich um Leidenschaft und den Spaß an dem was man tut. Nur so kann man sich immer wieder aufs Neue motivieren und über seine Grenzen gehen.

Worauf haben Sie sich seit Ihrem Rücktritt vom Skisport hauptsächlich konzentriert?
Meine junge Familie – ich will der bestmögliche Vater sein.

Was ist Ihrer Meinung nach für Erfolg ausschlaggebend?
Harte Arbeit, denn von nichts kommt nichts. Aber auch eine gewisse Lockerheit und mentale Stärke um die optimale Leistung im entscheidenden Moment abrufen zu können.

Gab es im Laufe Ihrer Karriere auch einen Punkt, an dem Sie aufgeben wollten?
Aufgeben ist grundsätzlich nicht mein Ding wenn mir die Sache wichtig ist. Natürlich sind Rückschläge im Sport normal, es ist immer ein Auf und Ab. Entscheidend ist aus Fehlern zu lernen. Jede Krise birgt auch neue Chancen.

Wie haben Sie durchgehalten?
Wenn man für etwas aus Überzeugung und Leidenschaft brennt wird man im Sport immer belohnt, egal ob man gewinnt oder verliert. Dieses Gefühl macht süchtig.

Welche persönlichen Opfer mussten Sie für Ihre Karriere bringen?
Neben hartem Training bleibt meist nicht mehr viel Zeit für anderes, wie Partys oder lange Urlaube – aber man muss im Leben immer Prioritäten setzen.

Was ist Ihnen während der Wettkämpfe durch den Kopf gegangen?
Wenn die Startschranke, aufgeht ist man voller Konzentration und Aggressivität, da gibt’s nur eines: so schnell wie möglich ins Ziel!

Auf welchen Erfolg sind Sie besonders stolz?
Das ich meinen schweren Unfall mit der Behinderung überwunden habe. Ich lebe jetzt ein vollkommen glückliches und zufriedenes Leben. Der Sport war für mich die beste Rehabilitation die man sich vorstellen kann. Jetzt sage ich: “Ich bin nicht behindert, ich sehe nur so aus.“ ;-)

Welche vier Worte beschreiben für Sie den Sinn des Lebens?
Lebensfreude, Familie, Freunde, Dankbarkeit

Haben Sie sich für die nächsten zehn Jahre ein Ziel gesetzt?
Ich arbeite als Trainer im Behindertensport und versuche meine Erfahrung an junge Sportler weiterzugeben. Ich möchte zudem vielen Menschen Mut machen und zeigen: “alles geht!”

 

TAKE YOUR CHANCE

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